Wie erhalte ich meine Work-Life-Balance?

Im heutigen Artikel möchte ich mit euch über Work-Life-Balance sprechen und warum es heutzutage schwierig ist, sie zu erhalten. Außerdem gebe ich euch Tipps, wie ihr das Gleichgewicht wieder herstellen könnt.

Begriffserklärung

Im Grunde ganz einfach: Es geht um die Arbeit, die sich mit dem (Privat-)Leben die Waage halten sollte. Dabei geht es nicht nur um Zeit, sondern auch darum, ob uns unsere Arbeit erfüllt oder einen bestimmten Zweck erfüllt. Jemand der gern reist, braucht einen Job für seine Ausgaben. Halten sich Reisen und Arbeiten die Waage, ist der Mensch zufrieden. Wird es zu viel Arbeit, wird dieser irgendwann unglücklich (andersherum ist er bestimmt froh, wenn er mehr reisen kann, aber weniger dafür arbeiten muss…)

Die Folgen einer Dysbalance sind Stress, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Unzufriedenheit, Lustlosigkeit bis hin zum Nervenzusammenbruch und Burn-Out.  Oft verbreitet ist euch der nervige Tinnitus. Und natürlich schlägt sich ein Ungleichgewicht auch in den sozialen Beziehungen nieder, die vernachlässigt werden und dadurch zerbrechen können. Doch was kann ich tun, bevor ich in diese Lage überhaupt gerate oder wenn ich schon die ersten Anzeichen von Stress und Unzufriedenheit verspüre?

Im Weiteren gebe ich euch 5 Tipps, wie ihr wieder ins Gleichgewicht kommen könnt.

Podcast:

Ich habe mit Volkram Zschiesche, seines Zeichens Schauspieler und Life Coach über den Begriff Work-Life-Balance philosophiert. Hört gerne rein auf bei der dritten Folge von „Generation Fit„.


5 Tipps, wie du dich wieder ins Gleichgewicht bringst

1. Drücke auf die Stopptaste und betrachte deine Situation nüchtern

Sobald du merkst, dass etwas nicht in Ordnung ist, solltest du dir Zeit nehmen dich selbst zu analysieren. Das klingt erst einmal sehr hochtrabend, bedeutet aber nur, dass du mal über deine Situation nachdenken solltest. Oft kommen wir gar nicht dazu, weil wir so beschäftigt sind mit der Arbeit, der Familie, liken und uns auf negative Art vergleichen, doch dabei vergessen wir oft, dass wir nicht einfach so weitermachen müssen. Wir haben die Macht über unser Leben und auch nur wir können Veränderungen herbeiführen.

Nimm dir also ein bisschen Zeit um über deine Situation nachzudenken und zu schauen, wo jetzt genau das Problem liegt. Versuche die Wurzel zu finden. Meist fällt uns erst auf, dass etwas nicht stimmt, wenn schon einiges im Argen ist. Lass dich nicht ablenken von Netflix und Instagram, leg alles weg. Ich weiß, dass kann unangenehm sein und anstrengend, aber wenn wir nicht selbstreflektieren, können wir auch keine neuen Chancen erkennen und nutzen.


2. Setze Prioritäten

Mach dir klar, was du brauchst um glücklich zu sein. Plane deine Aktivitäten nach der Arbeit und lass dich nicht von diesem Plan abbringen. Setze dir dabei realistische Tages- und Wochenziele. Ist dir Sport und Bewegung wichtig? Dann baue diese Aktivitäten gleichgesetzt zu anderen Terminen in deine Woche ein. Verabrede dich mit Bekannten zum Abendessen oder kulturellen Aktivitäten und versuche diese immer einzuhalten. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn eine Deadline drängt, aber das sollte nicht zur Gewohnheit werden, da ihr euch dann nur schlecht fühlt, nicht zum Sport oder zur Verabredung gegangen zu sein. Deine Familie ist dir wichtig? Setze Familien-Events mit in den Kalender und berücksichtige diese bei der Planung von Terminen von der Arbeit. Fühle dich nicht schlecht, weil vielleicht andere über dich reden, weil dir in dem Moment die Familie wichtiger ist. Jeder hat ein anderes Leben und jeder kann seine Prioritäten setzen, wie er möchte. Doch niemand wird irgendwann auf dem Sterbebett liegen und sagen: „Geil, hab ich viel gearbeitet!“ Meist bereuen die Menschen zu wenig Zeit mit denen verbracht zu haben, die sie lieben…


3. Erledige unangenehme Aufgaben sofort

Wir drücken uns ja gern um anstrengende Kunden, unbequeme Anrufe und Gespräche und nervige Aufgaben. Versuch diese ohne jegliche Wertung einfach abzuarbeiten, ohne Pausen zu machen und ohne zu Murren. Was gemacht werden muss, muss halt sein. Steuern zum Beispiel – NERVIG! Aber der Stress, wenn man sie zu spät abgibt oder ungenau macht, ist viel anstrengender. Der eine Anruf um Missverständnisse zu klären, gibt uns ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, aber danach ist man erleichtert und hat meist Vieles geklärt und vielleicht sogar bereinigt. Ich versuche Dinge, die ich ungern tue direkt am Montag zu klären, dann muss ich sie nicht die ganze Woche vor mir herschieben.


4. Sprich über deine Wünsche und stehe auch dafür ein

Wenn du dir bewusst geworden bist, was du willst im Leben musst du natürlich dein berufliches und privates Umfeld darüber in Kenntnis setzen. Versuch dir zu überlegen, wie du ganz praktisch zu deinem Ziel gelangst. Du möchtest den Fokus mehr auf die Familie legen, dann kannst du vielleicht deine Stunden auf der Arbeit kürzen oder im Home Office arbeiten. Scheu dich nicht über deine Gefühle zu sprechen und Lösungen anzubieten bzw. Kompromisse mit deinem Chef und deinem Partner zu erarbeiten. Sollte dein Arbeitgeber nicht bereit sein zu verhandeln, kannst du schauen, wo du Zeitfresser bei der Arbeit ausmerzen kannst. Frühstückst du erst einmal gemütlich, nachdem du zur Arbeit erschienen bist, tratschst mit den Kollegen auf dem Flur oder verbringst du die Hälfte deiner Zeit auf Sozialen Plattformen? Vielleicht ist es besser solche Aktivitäten auf außerhalb der Arbeitszeit zu verlegen oder in die Pausen, die du dir bewusst legst, aber auch nicht überziehst, damit du Zeit für deine Arbeit hast und pünktlich gehen kannst.

Vielleicht ist die Uneinsichtigkeit deines Chefs aber auch ein Anstoß dir eine neue Arbeit zu suchen, die besser zu deinem Leben passt…


5. Fang an Sport zu treiben!

Dieser Punkt darf natürlich nicht fehlen auf einem Fitnessblog 😉 und was soll ich auch sagen?! Sport ist geil, Sport macht Spaß, Sport verbindet…

Ich weiß genau wie schwer es ist anzufangen: alles ist so anstrengend und schwer, nach dem ersten Training fühlt man sich kaputt, aus der Form, demotiviert, weil andere besser sind, bla bla bla… Trotzdem fang einfach an! Hör auf dich immer zu bewerten und alles was du tust. Dann sind die anderen eben besser! Was solls! Jeder hat einen anderen Körper mit dem er arbeiten muss. Du hast vielleicht nicht die KOndition wie Kathi, aber vielleicht bist du viel stärker oder flexibler. Mach dich nicht verrückt. Sport tust du ganz allein für dich und dein Wohlbefinden und nicht für die Anerkennung anderer. Natürlich solltest du verbesserungsvorschläge annehmen vom Trainer, damit du dich nicht kaputt machst, aber du willst kein Leistungssportler werden (oder vielleicht doch?! Wer einmal Blut geleckt hat 😉 ), also stress dich nicht selber. Und manchmal hat man auch einfach einen schlechten Tag. Geh trotzdem zum Sport! Du wirst merken, dass deine Laune besser wird (Endorphine, Baby!) und danach bist du immer froh, dass du dich aufgerafft hast.

AUSSERDEM: Wenn du dich körperlich betätigst, bist du viel ausgelassener und ausgeglichener. Das ständige sitzen macht doch dröge… Du wirst schnell merken, dass deine Konzentration besser wird und du nicht so schnell gestresst bist. Du wirst spüren, dass du viel mehr Energie hast auch schwierige Aufgaben anzugehen, weil du an Selbstbewusstsein gewonnen hast.

Wichtig: Such dir einen Sport, der dir Spaß macht und ein Sportstudio, wo du gern hingehst und die Trainer angenehm und die Atmosphäre gut findest. Schwimmen, Tanzen, Kampfsport, Fitnessstudio, Joggen, Fechten, Klettern, Poledance … Scheu dich nicht alles auszuprobieren bis du das Richtige für dich gefunden hast. Nutze dafür Angebote, wie Probetrainings oder Urban Sports Club.


Fazit:

Werde dir bewusst, was dir wichtig ist im Leben und bewerte es nicht immer negativ, wenn du andere Prioritäten hast als andere oder deine Eltern. Wenn du weißt, was du willst, steh dafür ein und sei auch couragiert dann zu gehen, wenn es keinen Kompromiss geben kann. Es wird sich immer was finden. Mach dich nicht verrückt durch Instagram und Co., sondern bleib bei dir und wachse indem du in dich hineinhorchst und weniger auf zu viel Meinung von Außen achtest. 

 

Ich hoffe, meine Tipps konnten euch ein bisschen helfen. Seid auch nicht enttäuscht, wenn es mal Rückschläge gibt. Das gehört zum Wachsen dazu. Hauptsache ihr nehmt das Ruder endlich in die Hand und lenkt euer Leben in die Bahnen in denen ihr glücklich werdet.

 

Schreibt mir gern eure Geschichten in die Kommentare. Welcher dieser Punkte ist eurer Meinung nach am Schwierigsten umzusetzen? 

Eure Hong

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