Intermittierendes Fasten – ich habe nachgefragt

Hallo liebe Fitnessbegeisterte,

Jeder hat wahrscheinlich schon einmal von Intervallfasten oder intermittierendem Fasten gehört. Fasten ist allerdings ein Begriff, der viele Leute abschreckt. Soll ich jetzt hungern? Was bringt das schon? Kommt danach nicht der JoJo-Effekt, etc. Fasten hat natürlich etwas mit Verzicht zu tun, aber man muss ja nicht gleich 5 Tage nur Wasser trinken.

Das intermittierende Fasten bedeutet einfach nur, dass man in einem anderen Essrhythmus Nahrung zu sich nimmt. Normalerweise snacken wir gern am Arbeitsplatz oder vor dem Fernseher obwohl wir reichlich gegessen haben, einfach aus Langeweile oder Appetit. Dabei benötigen wir gar nicht soviel Energie, die uns durch Zucker und Kohlehydrate zugeführt wird. Aber die Verlockung ist groß, überall gibt es Imbissbuden, Supermärkte, Restaurants, Stände, etc.

Dabei hat Fasten viele positive Effekte auf den Körper. Ich möchte mich hier nicht als Expertin hinstellen. Deswegen habe ich nachgefragt: In meiner ersten Podcast-Folge habe ich mit Andrea, ihres Zeichens Ernährungsberaterin, über das Thema Intervallfasten, die Vorteile und Stolpersteine gesprochen.

Mit den folgenden allgemeinen Methoden könnt ihr euch an einen gesunden Essrhythmus gewöhnen ohne viel von dem Verzicht zu merken. Die körperlichen Resultate werden aber schon nach wenigen Wochen
deutlich sichtbar und spürbar sein. Natürlich könnt ihr die Methoden an euch anpassen oder auch flexibel verschieben, Hauptsache ihr haltet die Fastenzeit ein.

Methoden des Intervallfastens

Allgemein gibt es die Methoden 16, 18 oder 20 Stunden zu fasten oder auch 5 oder 6 Tage normal, gesund essen und 1 Tag fasten. Da steht es jedem frei zu wählen. Ich empfehle erst einmal 16 Stunden zu fasten um dann in einem Zeitfenster von 8 zu essen. Das ist ganz gut machbar und lässt sich auch einfach in den Büroalltag integrieren. Wenn man zum Beispiel eh kein Frühstücksmensch ist, kann man diese Mahlzeit ausfallen lassen und mittags dann seine erste Nahrung zu sich nehmen. Startet ihr also um 12Uhr mit eurem Mittag könnt ihr bis 20Uhr euren Kalorienbedarf decken. Das klingt doch machbar oder? Ihr braucht euren Kaffee am Morgen und ein ordentliches Frühstück? Kein Problem! Aber Achtung, wenn ihr um 8Uhr morgens frühstückt, ist um 16uhr Schicht im Schacht. Das ist dann ein sehr frühes Abendbrot. Aber vielleicht passt das gut in euren Alltag oder ihr spürt den positiven Effekt auf den Körper? Dann bleibt dabei.

Für manche ist es da einfacher 5 oder 6 Tage normal zu essen und dann an einem Tag zu fasten. Auch das ist natürlich möglich und mit etwas Willen schaffbar.

Andere essen lieber 2 Tage normal um direkt danach 1 Tag zu fasten. Ihr seht, man kann viel ausprobieren und eine individuelle Form für sich finden.

Während des Fastens dürft ihr natürlich viel Trinken, ABER nur Wasser, Tee oder schwarzen Kaffee. Und bei schwarzem und grünen Tee und Kaffee auch auf die Menge achten!

Schwierigkeiten beim Verzicht

Die größte Schwierigkeit ist wohl, dass die Verlockungen sehr groß sind. Wer kennt es nicht: im Büro hat jeden Tag ein anderer Geburtstag, es gibt Snackschüsseln oder man braucht erst einmal Nervennahrung nach einem langen Meeting. Die meiste Zeit in der wir denken, wir haben Hunger ist es eigentlich nur Appetit oder Durst. Andrea rät hier:

Erstmal sammeln. Man muss ja nicht immer alles gleich essen. Und dann kann man schauen, wenn man eine halbe Stunde nichts gegessen hat, ob man es auf eine Stunde ausweiten kann und dann in kleinen Schritten immer so weiter.

Ihr werdet nach ein paar Tagen ein Gefühl für den „Hunger“ bekommen. Oft reicht da dann auch ein Glas Wasser oder Tee.

Weiterhin müsst ihr auch darauf achten, dass ihr weder zu viel noch zu wenig esst. Bei manchen kann das Fasten eine regelrechte Fressattacke auslösen, weil man ja innerhalb von 8 Stunden essen darf. Aber auch wenn man Intervallfasten betreibt, sollte man gesund essen. Oder was auch oft der Fall ist, man isst einfach zu wenig, weil man es dann doch nicht schafft in der Zeit zu essen, was der Körper benötigt.

Also: beobachtet euren Körper gut. Welche Methode passt zu mir? Wann kann ich locker verzichten und wann brauche ich unbedingt etwas zu essen (weil zB mein Tagesrhythmus es nicht anders zulässt)? Wie reagiert mein Körper auf die erste Nahrung? etc. Es bietet sich auch an ein Tagebuch zu führen oder sich ein paar Stichpunkte jeden Tag zu machen um sein Verhalten dann auszuwerten.

Im Endeffekt ist es eine Art, seinen Körper besser kennenzulernen und wieder ein Gefühl für das bewusste Essen zu bekommen.

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